Da halfen alle Beteuerungen und Wunschvorstellungen nicht, man wolle ein eigenständiges pharmazeutisches Unternehmen bleiben und die Pipeline kräftig voranbringen mit immer mehr Geld, das in den vergangenen Jahren in die Martinsrieder Tubulis geflossen ist. Die gut 500 Mio. US-Dollar an externem Kapital wollen dann eben auch mit einem schönen Multiple von diesen Investoren zurückverdient werden. And so the story goes, auch bei Tubulis ist nach Ostern die Zeit für den Exit gekommen: Gilead will sich die ADC-Kompetenz insgesamt bis zu 5 Mrd. US-Dollar kosten lassen.

Viel Geld purzelt nachösterlich in das südmünchnerische Martinsried: die US-amerikanische Biotech-Firma Gilead wird die ADC-Schmiede Tubulis für 3,15 Mrd. US- Dollar in cash und noch weitere rund 1,85 Mrd. in Meilensteinverpackung kaufen. Über die Jahre hatten die Münchner rund 0,5 Mrd. US-Dollar eingesammelt, das wird nun verzehnfacht.

Neue US-Zölle auf Medikamente erhöhen den Druck auf Europas Pharmakonzerne. Unternehmen wie Roche und Novartis reagierten mit milliardenschweren Investitionen in den USA. Der vfa fürchtet nun eine weitere Verlagerung von Produktion und Innovation und sieht Europa immer mehr ins Hintertreffen geraten, wenn nicht reagiert werde.

Laut Verband VLOG betrug das Umsatzplus der Produkte mit dem grünen „Ohne GenTechnik“-Siegel im Jahr 2025 rund 6,1% gegenüber dem Vorjahr auf nun rund 18,1 Mrd. Euro. Überdurchschnittlich war die Umsatzsteigerung mit 14,6% bei Geflügelfleisch und mit 9,3% bei Eiern. Den größten Anteil an „Ohne Gentechnik“-Produkten machen mit 66% nach wie vor Molkereiprodukte aus.

Die steirische ZETA und COPA-DATA (Salzburg) kooperieren in einer strategisch ausgerichteten globalen Technologiepartnerschaft. Die beiden Familienunternehmen bündeln ihre Kompetenzen in Automatisierung und Digitalisierung. Die Zusammenarbeit ist bereits angelaufen und zielt mit einem klarem Fokus auf zeitgemäße Anwendungen speziell in der Pharmaindustrie.

Die Merck KGaA hat die Übernahme des Chromatographie-Geschäfts von JSR Life Sciences abgeschlossen. Damit erweitert Merck sein Portfolio zur Antikörperaufreinigung um Protein-A-Technologien. Ein Team mit über 50 Mitarbeitern am belgischen Standort soll integriert werden. Die Akquisition dient dem Portfolio zur effizienteren, skalierbaren Produktion von Biologika.

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Mit durchschnittlich 35% Prozent jährlichem Besucherwachstum seit 2021 hat sich der Swiss Biotech Day als eine führende globale Biotechnologie-Konferenz etabliert, die internationale Zusammenarbeit und nachhaltige Partnerschaften fördert.

Melden Sie sich jetzt an, um Ihr Netzwerk auszubauen, Ideen auszutauschen und mehr über die neuesten Trends in Forschung und Entwicklung, Produktion, Datenmanagement, KI und innovativer Finanzierung zu erfahren. Das gesamte Programm wird in Englisch präsentiert.

Zu den Highlights der Konferenz zählen ein Willkommensempfang am 3. Mai, über 130 Aussteller und das «Global Village» mit internationalen Delegationen aus aller Welt. Das Programm umfasst zudem Präsentationen innovativer Start-ups und etablierter Biotech-Unternehmen sowie mehr als 50 thematische Firmen-Pitchings, Podiumsdiskussionen und Gespräche am runden Tisch. Die Lancierung des Swiss Biotech Report 2026, vorab vereinbarte Einzelgespräche für gezielte Geschäftskontakte, die Verleihung der Swiss Biotech Success Stories Awards sowie die Generalversammlung der Swiss Biotech Association runden das Programm ab.

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25 Jahre später: In Bayern haben die Cluster BioM Bayerische Biotechnologie und die Nanoinitiative im neuen ZIM-Innovationsnetzwerk zur Nanobiotechnologie zusammengefunden. Partner aus Industrie und Forschung bündeln Kompetenzen in Diagnostik, Wirkstofftransport, Mikrofluidik und KI. In NRW ist man das bereits um die Jahrtausendwende ähnlich in Münster angegangen.